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FAQ: Alles, was Sie über BLIQ wis­sen müs­sen


Von BLIQ RedaktiON

Warum braucht es so ein Blog wie BLIQ überhaupt... Reden wir nicht schon genug über den Islam?

»Der« Islam ist in aller Munde, in der Tat. Nur dominieren in den medialen Debatten oft die schrillen Stimmen, die der Panikmacher oder der Apologeten. Das führt dazu, dass sich Debatten über den Islam immer wieder im Kreis drehen. Bei BLIQ wollen wir deshalb eine große Bandbreite an Meinungen und Perspektiven abbilden, auf Missstände hinweisen und dazu beitragen, dass der Diskurs lösungsorientierter und nüchterner geführt wird.


CLAIM ist eine Allianz, der auch viele muslimische Organisationen angehören. Seid ihr also so etwas wie deren Kommunikationsabteilung?

CLAIM ist ein bundesweiter Zusammenschluss von muslimischen und nicht-muslimischen Organisationen, die (auch) im Themenfeld Islam- und Muslimfeindlichkeit arbeiten - vom Rat muslimischer Studierender und Akademiker bis zur AWO, der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland und der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus. Das Netzwerk wurde gegründet, um fachlichen Austausch und Kooperationen zum Thema Islamfeindlichkeit zu koordinieren. Was genau das beinhaltet, kann man hier nachlesen. Das Redaktionsteam von BLIQ arbeitet jedoch unabhängig von diesen Netzwerk-Aktivitäten und stellt eine eigene Debattenplattform dar. Die Beiträge auf BLIQ geben nicht zwingend die Meinung von CLAIM oder den einzelnen Allianz-Mitgliedern wieder. Die Allianz-Mitglieder haben keinen Einfluss auf die redaktionelle Arbeit von BLIQ.


Ihr wollt doch nur verhindern, dass es eine kritische Debatte über den Islam gibt!

Von zu wenig Kritik am Islam kann man in den letzten Jahren nicht wirklich sprechen. Das belegen Studien, die zeigen, dass mehr als drei Viertel der Berichterstattung sich auf Negativthemen beschränken. Aber ist die Kritik am Islam und Muslimen auch differenziert? Wir werden Probleme nicht unter den Teppich kehren. Doch damit Kritik etwas bewirken kann, muss sie zielgerichtet und fair sein. Wir werden deshalb kritisch in alle Richtungen schauen und zugleich darauf hinweisen, wenn vermeintliche Kritik in Pauschalisierungen abgleitet.


Ihr werdet im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie Leben!« vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Seid ihr gekauft, um regierungsfreundliche Dinge zu schreiben?

Im Ernst: Wenn wir uns hätten kaufen lassen wollen, gäbe es noch ein paar andere Geldgeber, die weniger transparent arbeiten. Dann müssten wir auch nicht alle unsere Ausgaben bis auf den letzten Cent dokumentieren. Das öffentliche Förderwesen ist in Deutschland nämlich ziemlich gut reguliert. Die aktuellen Förderleitlinien von Demokratie Leben kann man zum Beispiel hier nachlesen. Dass die Regierung Kritik aushalten muss, auch von Projekten, die sie finanziell unterstützt, ist dabei selbstverständlich. Bestes Beispiel: Bundesinnenminister Horst Seehofer blieb 2018 dem Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin fern, weil er sich über seine Vorrednerin geärgert hatte. Deren Verein wird im Rahmen verschiedener Projekte mit öffentlichen Geldern gefördert. Bis heute. Auch zu unserem journalistischen Grundverständnis und unserer demokratischen Grundhaltung gehört es, die Regierung zu kritisieren. Wo es nötig ist, werden wir uns das deshalb auch erlauben.


Habt ihr eine religiöse Mission? Wollt ihr Deutschland islamisieren?

Wir setzen uns bescheidenere Ziele, nämlich: eine Versachlichung der Debatte und für neue Impulse sorgen. BLIQ hat keine religiöse Ausrichtung und verfolgt ebensowenig religiöse Ziele wie CLAIM. Nichtmuslime und Muslime, Gläubige, Skeptiker und Atheisten: Sie alle dürfen bei uns mitarbeiten, solange sie etwas Interessantes zu sagen haben. Das heißt aber nicht, dass Religion bei uns nicht ab und an Thema ist. Gelegentlich wird es in unseren Texten um theologische Fragen gehen - weil öffentliche Debatten über Muslime sich oft um diese Fragen drehen.


Anmerkung der Redaktion: Das FAQ wird laufend erweitert.